Liebe Leserinnen, liebe Leser

heute präsentiere ich Euch den ersten Teil der Kurzgeschichte

Die bizarren Gelüste einer perfiden Königin

Wenn Karo eine Reise tut, überkommt sie schnell der Übermut!

Eines schönen Morgens wachte Königin Karo, die Allerletzten von Zissmar, schweißgebadet aus einem recht wilden, ebenso heißen, wie feuchten Traum auf:

Einige ihrer wohlgeformten Schoßhündchen hatten es ihr während der Nacht aber mal so richtig, richtig ordentlich besorgt und nicht nur ihre Sixpacks blicken und spielen lassen.

Sofort informierte sie ihren Hofstaat und ließ ihn an Ihrem Glück teilhaben, sehr sorgfältig und mit einer sinnigen Empfehlung, wie man sich denn durch den Tag geleiten lassen sollte.

Als diese abgeschlossen war, holte sie ihre magische Kugel heraus, um im Rahmen ihrer täglichen Schau- und Klau-Runde zu sehen, was denn alte Männer in dem bisher nicht eroberten Nachbarreich so Interessantes machen und brachte das über perfekt organisierte Propagandaabteilung schnell in Umlauf, denn man muss im Leben Schwerpunkte setzen, besonders, wenn es um das Säen böser Saat geht.

Im wahren Glücksgefühlstaumel schwebend, beschloss sie an diesem Tage eine informative Reise in die unteren Provinzen ihres  Reiches der Schatten und der dunklen Mächte zu machen und nach weiterem Frischfleisch für heiße Nächte Ausschau zu halten

Das Reisemotto lautete:

Hoppe, Hoppe Reiter,

hoffentlich geht es heute Nacht so weiter!

Angefixt von reichlich gesoßten Tabaken ließ sie ihre Erste Hofdame, Rosa mach Dich vom Acker,, aus der Hauptstadt herbeiholen, die den Hofnarr, Fru von Bämer-Kruise um der lieben Ordnung willen gleich an die Hand nahm und mitbrachte.

So mental gerüstet ging dann auch alsbald die Reise in den königlichen Kremsern, den Gesinde- und Bagagewagen mit reichlich Proviant und hochprozentigen Spirituosen unter lautem, freudigem Gebell und Schwanzwedeln der königlichen Schoßhunde los.

Nach wenigen Kilometern stieß Ihre Hoheit, Amalia vom Kronkorken, die Thronfolgerin zum sich in gemächlichem Trab bewegenden Tross dazu, was Königin Karo in einen weiteren Freudentaumel versetzte, der im weiterem Verlauf der Reise nur noch einmal überboten wurde, nämlich zu dem Zeitpunkt als unerwartet Gräfin Zora von Lästerhausen, die feurige Urenkelin von Münchhausen auch noch mit dazu stieß.

Beim Durchqueren der Altmark fügte Königin Karo dann die beiden federführenden Köpfe der Alternativen Blender Vereinigung, Ihrer Königlichen Propagandaabteilung, in die bunte, mittlerweile regelrecht farbentriste Reisegesellschaft ein.

Nach wenigen Kilometern kam es dann zu einem kleinen Eklat, als das wahrlich absolute Lieblings-Schoßhündchen der Königin, der aus einem Streichelzoo entlaufene und von Ihrer Majestät selbst aufgelesene Knappe, Joker von der Straße, aus dem Geschlecht der Jammerlappen sturzbesoffen von seinem Rentier fiel, sich eine mittelschwere Hirnprellung zuzog und die Erste Sanitätsfrau, Kristina von Warumnich, damit wieder Mal heillos überfordert war, sodass der Tross in der nächsten Ortschaft einen Heilkundigen aufsuchen musste.

Am darauffolgenden Morgen nach einer Nacht der dritten Glückseligkeit aufgrund des fein abgestimmten Reiseproviants ging die Reise zunächst sehr hoppelig, aber immerhin doch weiter.

Wohlgemut erreichte der königliche Tross am Abend das Zwischenziel nahe Köthen (Anhalt), wo Königin Karo in einem zünftigen Heuschober und einem Strohlager für das Gesinde etwas unspektakulär erwartet wurde.

Nichtsdesotrotz gab es ein wahrhaft rauschendes Fest mit wirklich alle königlichen Ehren. 

Nach der Vorspeise, einer reichlich gut dosierten Lachtauben-Creme-Suppe , die nicht nur die Stimmung heben sollte, wurden als Hauptgang Krötenschenkel – der Königin Leibgericht! – an Sonnenblumenkernen angerichtet und dazu Schlupfnudeln gereicht.

Das Festmahl genoss Königin Karo vorbildlich schmatzend und machte auch ganz brav am Ende ein weithin vernehmliches Bäuerchen.

Der Hofnarr, Fru von Bämer-Kruise,

nahm diese königliche Anregung sofort auf und grunzte vollgefressen bis zum Stehkragen: 

„Warum rülpset und furzet Ihr nicht?

Hat es Euch nicht geschmecket?“

Tja, in diesen hoch adligen Kreisen werden Traditionen noch standesgemäß ausgelebt, lediglich mit der Etikette hapert es ein ganz klein wenig

Ende des 1. Teiles

Wie diese abenteuerliche Reise weitergeht, welches Reiseziel sie hat und welche Dramatik sie enthält, erfahrt Ihr wegen der anstehenden Zeitumstellung dann am Sonntag.

Für heute wünsche ich uns allen ein unfallfreien, hoffentlich perfekten Start in ein erholsames Wochenende mit vielen Sonnenstunden und reichlich Gelegenheiten zum Schmunzeln

Werner

 

P.S.: 

Jede Ähnlichkeit mit real existierenden Personen wäre purer Zufall! Nur Menschen mit sehr ausgeprägten Phantasien könnten hier eine geistige Verbindung eingehen oder sich gar identifizieren 

Die ersten haben sich bereits angesprochen gefühlt und ich kam aus dem Lachen nicht heraus, denn meine Großmutter hat immer gesagt:

„Jeder zieht sich immer nur DEN Schuh an, der ihm exakt passt!“