Liebe Leserinnen, liebe Leser

Am nächsten Morgen herrschte bei Königin Karo, der Allerletzten von Zissmar, helle Aufregung, denn Lieblingsschosshündchen Jokel aus dem Geschlecht der Jammerlappen, war doch tatsächlich über Nacht zu einem quitsch rosa Meerschweinchen mutiert und grunzte nur noch völlig wirre Laute, die klangen wie:„uelzi, uelzi!“

Tja, der Pakt mit dem Fürst der Finsternis war zwar auf den ersten Blick kostenlos, wie auch die Schulbildung von Jokel, aber ebenso umsonst, denn wer ein Pakt mit Satan schließt, sollte vorher mal das Kleingedruckte in der Lage zu lesen und zu verstehen sein!

Denn Satan hatte offensichtlich vorher seine Hausaufgaben gemacht!

Noch schlimmer aber war es um den Gesundheitszustand von Königin Karo, der Allerletzten von Zissmar bestellt, die oh weh, oh weh von Schnupfen und Husten geplagt wurde!

Das führte sie auf die unkorrekte Handlungsweise und Unachtsamkeit ihrer 2. Hofdame und Kammerfrau, Louisette de la Horror, zurück, die sie aufgrund ihrer Pflegelhaftigkeit „Die Nuss“ nennt und nun in ihrem Hass und ihrer Wut sogar:

Die dumme Nuss!

Als dann bei Ihrer Majestät auch noch Heiserkeit dazu kam, stieg ihre stets ungebändigte Wut in ungeahnte Spähren und sie verfasste exakt für den Reformationstag folgende Thesen, die sie dann auch taggenau lautstark durch den Hofnarr, Fru von Bämer-Kruise, verkünden ließ:

Karo, die Allerletzte aus dem Geschlecht der Hoppe,
verlor einst ein störrischer Esel im wilden Galoppe!
Und wer es wagt mich auch nur zu hinterfragen,
dem geht es, ich schwöre bei Satan, an der Kragen!

Ihr, mein Gesinde, seid mir gefälligst alle untertan,
sonst, ich schwöre, verliert ihr ganz fix Zahn um Zahn!
Wer es wagt mir nicht nach dem Mund zu sprechen,
den lasse ich von Philius in Stücke brechen!

Angesichts der wahrlich tragischen  Unpässlichkeit beschloss Königin Karo zusammen mit ihrer Erste HofdameRosa mach Dich vom Acker, den .Fürsten der Finsternis zu ersuchen, noch einmal zur Lagerstatt zu kommen, denn sie hatte einen teuflischen Plan in ihrem verwirrten Kopf, den es schnell in die Tat umzusetzen galt.

Kurz nach dem Abendessen tauchte der Fürst der Finsternis auch auf und hatte das von ihr gewünschte Fluggerät, einen ultra schnellen Hexenbesen, gleich mitgebracht, mit welchem der königliche Hofjäger, Philius  con Dome, unverzüglich eingewiesen und vertraut gemacht wurde.

In den frühen Morgenstunden des Reformationstages bekam Robin Hood den Auftrag die neuen Reformen gleich praktisch umzusetzen, was dem Spelunkenschläger in sein Konzept passte und er mit vor Stolz geschwellter Brust und strahlendem Lächeln sofort zustimmte.

Reiseziel war die Heide, wo der ärgste Widersacher von Königin Karo,, der weithin bekannte Friedensbote,seinen Wohnsitz hat.

Pünktlich zur nachmittäglichen Kaffeestunde traf Robin Hood dann auch am Ziel ein, erschlich sich bei dem schwerkranken und sehbehinderten Friedensboten Einlass und bevor dieser überhaupt wusste, was um ihn geschah, streckte der mutige, heldenhafte Robin Hood den wehrlosen Friedensboten mit einem heftigen, gezielten Faustschlag zwar nicht nieder, aber fügte ihm schwere Schädigungen zu!

Per der eigens dafür mitgeführten Brieftauben verbreitete er die frohe Kunde über seine heldenhafte Tat wenigen Minuten später an den entscheidenden Stellen von Königin Karo`s Reich.

Anstand, gute Sitten, Ehrenkodex oder gar Etikette kommen im Gedankengut der von Hass und Neid völlig zerfressenen Königin Karo überhaupt nicht vor.

Schuld sind immer die Anderen und zum Durchsetzen der eigenen Interessen ist jedes –  noch so skrupellose Mittel recht …. pfui 

Und die Moral von diesem Teil der Geschicht:

Schuld sind immer die Anderen, Karo doch nicht!

Ende des 3. Teiles

Wie diese abenteuerliche Reise weitergeht, welches Reiseziel sie letztendlich hat und wie sie dann endet, erfahrt Ihr in den nächsten Tagen, da der Reiseberichterstatter von Ihrer Majestät noch Sonderaufgaben zugeteilt bekommen hat.

Für heute wünsche ich uns allen einen perfekten Start in die neue Woche mit vielen Sonnenstunden und ausreichend Gelegenheiten zum Schmunzeln

Werner

 

P.S.: 

Hier anklicken zum Teil 1 der Geschichte

Hier anklicken zum Teil 2 der Geschichte

Jede Ähnlichkeit mit real existierenden Personen wäre purer Zufall! Nur Menschen mit sehr ausgeprägten Phantasien könnten hier eine geistige Verbindung eingehen oder sich gar identifizieren